Bericht über die Generalversammlung 2015

Einen sehr guten Besuch verzeichnete unsere diesjährige Mitgliederversammlung, die am 9. März im Saal der Gaststätte „Zum Schäfer“ stattfand.

Viele Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder waren gekommen um sich den historischen Film über die erste Fahrt einer Garreler Gruppe in die spätere Partnergemeinde Bleré anzuschauen.

Zunächst stand aber der Tagesordnungspunkt „Wahlen“ auf dem Programm. Es waren einige Ämter neu zu besetzen.

Franz Rempe hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, dass er nach 30 Jahren im Amt des Kassenwartes nun die Arbeit gerne in andere Hände geben möchte. Mit einem Geschenk und einer Laudatio des Vorsitzenden wurde er verabschiedet. Als neuer Kassenwart gewählt wurde André Meyer aus Nikolausdorf.

Ebenso im letzten Jahr hatte Norbert Högemann angekündigt, seinen Posten zur Verfügung stellen zu wollen. Für ihn wurde Christina Lamping als Leiterin des Arbeitskreises „Geschichte, Chronik, Bildgut, Auswanderer und Öffentlichkeitsarbeit“ gewählt. Auch für Norbert war schon ein Geschenk besorgt worden und die Laudatio wollte Maria Blömer auf Plattdeutsch halten. Das Schicksal meinte es jedoch anders. Nur 10 Tage vor der Versammlung verstarb er plötzlich und unerwartet und wurde mitten aus dem Leben gerissen. Maria Blömer hielt dennoch die Laudatio auf ihn.

Pfarrer Holger Ossowski, der auch als Wahlleiter fungierte, hatte zu Beginn der Versammlung ein Gebet für alle verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres gesprochen. Für Norbert Högemann fand er persönliche und bewegende Worte.

Alle anderen Vorstandmitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Auf großes Interesse stieß der anschließend gezeigte Film einer Frankreichfahrt vom Juli 1964. Dass dieser Film jetzt gezeigt werden konnte, ist mehreren Zufällen zu verdanken. Anfang 2014 erwähnt Anton Deeken aus Emstek in einem Gespräch mit Günter Buschenlange, dass er im Besitz eines alten Filmes sei, welcher eine Fahrt nach Frankreich zeigen würde. Zunächst dachte er, es handele sich um eine Cloppenburger Gruppe. Es wurde ein Termin zur gemeinsamen Sichtung des Filmes vereinbart. Doch dazu kam es nicht mehr: Anton Deeken verstarb plötzlich und unerwartet am 4. Mai 2014. Sein Sohn Heinrich kümmerte sich aber darum, und nach einer gemeinsamen Sichtung Anfang 2015 war klar, dass es sich um die erste Fahrt einer Garreler Gruppe nach Bleré handelte. Dass dieser Film in den Besitz von Anton Deeken gelangte, war wieder einem Zufall zu verdanken: Gedreht hatte ihn damals der Emsteker Lehrer Bernhard Woltermann. Er vermachte sein Archiv Anton Deeken. Und so schließt sich der Kreis.

Für den Heimatverein ist diese Geschichte exemplarisch und wie eine Bestätigung für die Einrichtung des neuen Archives. Es lagern bestimmt noch etliche alte Bilder, Filme oder dergleichen auf irgendwelchen Dachböden. Eine Hauptaufgabe des Vereins besteht darin, diese Dokumente zu sichern und somit für die Nachwelt zu erhalten.

Text: Günter Buschenlange

Fotos: Heinrich Deeken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.