Fahrt an die Ostsee

Zu einer viertägigen Fahrt an die Ostsee startete der Garreler Heimatverein am 31. August. Ziel war die Wohlenberger Wiek, einer halbrunden Bucht, zwischen dem Ostseebad Boltenhagen und der Hansestadt Wismar gelegen. Die Unterkunft wurde bezogen im „Feriendorf an der Ostsee“, welches vom Inhaber Helmut Bley und seiner Familie seit 25 Jahren betrieben und ständig erweitert wird. Bley stammt aus Friesoythe/Ellerbrock und verließ nach der Wende seine alte Heimat um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. So führte er die Garreler Heimatfreunde gleich am ersten Abend durch seinen Betrieb und gab Informationen über die Entwicklung seines Betriebes, aber auch über die Entstehung des Örtchens Wohlenberg. Auf der Hinfahrt machte man einen Abstecher in die Holsteinische Schweiz, wo Plattdeutschfreund Uwe Rahlf den Garrelern seine Heimat erläuterte. Uwe Rahlf und Heimatvereinsvorsitzender Günter Buschenlange kennen sich von den internationalen Plattdüütschkonferenzen in den USA.

Am zweiten Tag wurde in Bad Doberan das Münster besichtigt, eine der wichtigsten hochgotischen Backsteinbauten im Ostseeraum. Mit der bekannten Mollibahn ging es dann zunächst zum ältesten Seebadeort Deutschlands, nach Heiligendamm, durch den G8-Gipfel 2007 international bekannt geworden. Auf den Strandkörben am Grandhotel, auf dem einst die Staatschefs saßen, durften auch die Garreler Heimatfreunde mit Sondergenehmigung für ein Foto Platz nehmen. Mit der Mollibahn erreichte man dann das Ziel in Kühlungsborn, welches bei herrlichem Sommerwetter zur Erkundung einlud. Auf der Rückfahrt gab es dann noch eine Stadtführung in Wismar. Die wechselvolle Geschichte dieser Stadt wurde sehr anschaulich dargestellt.

Am Samstag stand der Besuch eines weiteren „Auswanderers“ auf dem Plan: Der Hof Kühling in Bentzin, Ortsteil Zemmin wurde besichtigt. Vor 25 Jahren fasste senior Josef Kühling aus Garrel-Falkenberg den Entschluss, sich in den sogenannten „Neuen Ländern“ eine neue Existenz in der Landwirtschaft aufzubauen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald in dem Örtchen Zemmin kaufte er eine ehemalige LPG und erweiterte sie nach und nach. Heute bewirtschaftet die Familie, wozu auch die Söhne Michael und Andreas mit ihren Ehefrauen und Kindern gehören, etwa 1000 ha, wobei rund die Hälfte ihr Eigentum ist. Im Jahr 2016 erhielten Michael und Andreas Kühling den „CeresAward“ in der Kategorie Manager, da sie nach Meinung der Jury eine nahezu perfekte Kreislaufwirtschaft in ihrem Veredelungsbetrieb praktizieren. Bei einer Rundfahrt gab Michael Kühling interessante Informationen über Land und Leute.

Am letzten Tag wurde mit Schloss Bothmer die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns besucht. Auf der Rückfahrt wurde ein mehrstündiger Halt in Lübeck gemacht. Neben einem Bummel durch die Innenstadt gab es eine Führung durch das Rathaus, eines der größten mittelalterlichen Häuser seiner Art in Deutschland.

Mit vielen Erkenntnissen, gepaart mit interessanten Begegnungen, erreichte man am Sonntagabend wieder die Garreler Heimat.

 

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