Plattdeutsch mit den Kölner Freunden 2017

Wegen des großen Zuspruchs im letzten Jahr wurde gab es auch in diesem Jahr eine weitere Auflage der plattdeutschen Lesung: Wieder waren Mitglieder des „Junkersdorfer Klönschnacks“ aus Köln, nämlich  Dr. Wilfried Darlath, Edgar und Karin Howeyhe, in Garrel zu Gast. Sie lasen im Johanneshaus anspruchsvolle aber auch heitere Texte in verschiedenen plattdeutschen Mundarten. Denn die Mitglieder des Kölner Klönschnacks kommen gebürtig aus verschiedenen Gegenden in Norddeutschland. Darlath ist Ostwestfale und „kürt“ Plattdeutsch, Karin Howeyhe stammt aus Lüneburg und spricht „Heidjer Platt“ und ihr Mann Edgar ist aus Geesthacht und spricht Hamburger bzw. Schleswig-Holsteiner Platt.

Der Vorsitzende des Garreler Heimatvereins, Günter Buschenlange, begrüßte neben den Kölnern unter den zahlreichen Gästen auch den Initiator des plattdeutschen Jahres im Oldenburger Münsterland, den ehemaligen Gemeindedirektor Steinfelds, Peter Möllmann sowie die 2. Vorsitzende des „Plattdütschen Krings“, Maria Blömer.

Die Lesung begann mit der Novelle von Theodor Storm „Der Schimmelreiter“. Das gesamte Werk haben die Junkerdorfer in 6 verschiedenen Mundarten auf einer CD veröffentlicht. 3 davon kamen am Freitag in Garrel zu Gehör. Ebenso Bertold Brechts Parabel „Wenn die Haifische Menschen wären“.

Karin Howeyhe las aus den „Geschichten ut de Heid“ den Text „Vun de Kark in´n Dörpkrug“ von Erdmann Mencke. Ebenso die „Sulteknechte“ von Ekkard Ninnemann.

Ihr Mann Edgar berichtete, dass das warme Buffet in Schleswig-Holstein

entstanden ist: „Woans dat dat warme Büffet gifft“. Interessante Einblicke gab es in „Dat Liebesleeven vun de Swiene“ und eine Geschichte aus „Mien Opa un ick un ein Swien naomens Oma“.

Dr. Darlath wagte sich dann zum Schluss an moderne Lyrik, die er ins plattdeutsche übersetzt hat und zum Vergleich der Sprachen zunächst auf Hochdeutsch vortrug.

In einer Pause gab es Tee und dazu köstliche Spezialitäten aus dem Restaurant „Kallis“. Vorsitzender Buschenlange bedankte sich zum Schluss bei allen Beteiligten, besonders bei den Kölnern, für diesen interessanten und kurzweiligen Abend.

Am Samstag blieb dann noch Zeit, sich die Gemeinde Garrel anzusehen und am Abend gab es eine Abschlussfeier in Kalli´s Restaurant mit Musik der „Hot Jazz Stompers“, wobei die Kölner Gesangseinlagen auf Plattdeutsch gaben und alle Gäste nebst Kalli kräftig auf Plattdüütsch mitsangen.

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.