|
Großes Interesse an Förderverein
Noch auf der Versammlung wurden 34
Teilnehmer Gründungsmitglieder - Vorstand gewählt
Garrel (hög) - Zur Neugründung eines "Verein zur Förderung von
Kultur- und Heimatpflege" ist es am Mittwochabend in Garrel gekommen. Zu
der Zusammenkunft in der "Bürgerklause" konnte der Versammlungsleiter,
Ehrenbürgermeister Rudi Bley, mehr als 50 interessierte
Vereinsvertreter, Bürger und Kommunalpolitiker begrüßen. Im Mittelpunkt
des Abends standen umfangreiche Informationen zu dem Projekt "Kultur-
und Heimathaus am Dorfpark", die Verabschiedung einer Vereinssatzung
sowie Wahlen zum Vorstand.
Noch während der Versammlung traten 34 Anwesende dem neuen Förderverein
als Gründungsmitglieder bei. In den Vorstand wurden mit einstimmigen
Wahlergebnissen Bernhard Hackstedt (Vorsitzender), Ulla Tangemann-Rolfes
(stellvertretende Vorsitzende), Hans Gehlenborg (Kassenwart) und Rita
Otten (Schriftführerin) gewählt. Als nächsten Schritt streben die
Verantwortlichen nun den Eintrag in das Vereinsregister an.
Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde die Satzung des Vereins. Zu den
Zielsetzungen heißt es dort: "Zweck des Vereins ist die Förderung von
Kunst und Kultur sowie der Heimatpflege in der Gemeinde Garrel ...
insbesondere die finanzielle Unterstützung der Gemeinde beim Bau eines
Kultur- und Heimathauses." Auf Mitgliedsbeiträge will der Verein
verzichten.
Zu Beginn hielt Rudi Bley ein Plädoyer für die Vereinsarbeit in der
Gemeinde: Die starke Entwicklung und die Attraktivität Garrels sei
zuallererst ein Verdienst der Gruppen, Vereine und Verbände. Bei der
Untersuchung von Standortanforderungen von Unternehmen sei festgestellt
worden, dass die Lebensqualität und dass kulturelle Angebot ganz vorne
auf der Wunschliste stehe.
Die Gemeinde Garrel habe dies frühzeitig erkannt und deshalb die
Vereinsarbeit nach besten Kräften unterstützt. Bereits im Jahr 2000,
nach Fertigstellung des Dorfparks, sei deshalb die Frage nach der
Erweiterung des Parks durch den Bau eines Kultur- und Heimathauses
gestellt worden.
"Wir sind eine hervorragend aufgestellte Gemeinde, haben aber enormen
Nachholbedarf auf dem Gebiet der Kultur", betonte MdL Karl-Heinz Bley
bei der Vorstellung des Projekts. Die jetzigen Planungen seien in einem
Arbeitskreis "nach dreijähriger, ehrlicher und harter Arbeit" und unter
Einbindung der örtlichen Gastronomie zu einem guten Ergebnis geführt
worden. Alle Vereine sollten profitieren, darüber hinaus könnten
Heimatbibliothek, Archiv und ein Heimatmuseum realisiert werden. Wichtig
für die Geschäftswelt sei das integrierte Tourismusbüro. Auch die
Finanzierung (Fördermittel: 181000 Euro; Förderverein: 120000 Euro;
Gemeinde: 250000 Euro) sei moderat und gut zu schaffen.
In einer sachlichen Diskussion wurden Anregungen zur Optimierung des
Bauplans gemacht, aber auch Forderungen nach einer besseren Information
der Bürger gestellt. "Viele wissen überhaupt nicht was Fakt ist", meinte
Ex-Ratsmitglied Dieter kl. Stüve und Garrels stellvertretender
Bürgermeister Richard Cloppenburg meinte, das Gebäude solle in
"Vereinshaus" umbenannt werden. Insgesamt mehr Interesse seitens der
Vereine forderte Anni Janzen. Bislang haben 14 Vereine ihre konkreten
Nutzungswünsche beschrieben.
Nach den Auswirkungen des noch ausstehenden Bürgerbegehrens (MT
berichtete) gefragt, meinte Bürgermeister Andreas Bartels: "Vor dem
Wahlgang Mitte Februar werden wir kein Geld mehr in die Hand nehmen,
aber anschließend könnten die Planungen sofort weitergeführt werden."

Versammlungs- und Wahlleiter Rudi Bley mit
den Vorstandsmitgliedern des in Garrel
für die Mitfinanzierung des Kultur- und Heimathauses neu installierten
Fördervereins
Bernhard Hackstedt (Vorsitzender), Rita Otten (Schriftführerin), Ulla
Tangemann-Rolfes (stellvertretende Vorsitzende) und Hans Gehlenborg
(Kassenwart; von rechts).
Foto: Högemann |