Radwanderung nach Cloppenburg

Am 02. Juli machten sich 25 Radwanderer auf den Weg nach Cloppenburg, nachdem sich der Start wegen eines heftigen Schauers verzögert hatte. Im St. Josef Hospital erwartete uns der hier tätige André Meyer, der Kassenwart des Heimatvereins, der alles vorbereitet hatte. Bei Kaffee und Kuchen gab uns der Klinikmanager Andreas Krone einen Überblick über die Struktur des Krankenhauses und informierte uns über die Umbaumaßnahmen. Das Krankenhaus besitzt 264 Planbetten und hat 830 Mitarbeiter sowie 80 Auszubildende. Im Jahr 2015 wurden 13000 stationäre Fälle und 53000 ambulante Patienten behandelt. Die Baumaßnahmen mit veranschlagten Kosten von 27 Millionen € haben im September 2015 begonnen und sollen 6 bis 7 Jahre dauern. Besonders wichtig bei der Planung ist eine Notaufnahme der kurzen Wege, die bisher nicht gegeben war. Soeben fertiggestellt wurden weitgehend vorgefertigte Module mit 38 Betten. Da sie erst in der folgenden Woche belegt werden, konnten sie jetzt noch in Augenschein genommen werden.

Die nächste Station in Cloppenburg war der Kulturbahnhof. Dr. Klaus Weber, ohne den das Kulturzentrum nicht denkbar wäre, informierte die Garreler Gruppe auf humorvolle Art über die Geschichte des Bahnhofs sowie über die Entstehung des Kulturzentrums mit allen seinen Problemen. Der soziokulturelle Ansatz des Nutzungskonzeptes lautet: „Kultur für Alle“. Wegen der hohen Kosten von 2,7 Millionen € hatte es großen Widerstand gegen das Projekt gegeben. Zur Finanzierung muss erwähnt werden, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil durch Spenden aufgebracht wurde. Seit der Fertigstellung im Juni 2015 wird immer deutlicher, dass mit dem Gebäude eine Erfolgsgeschichte verbunden ist. Zwei Theatergruppen und zwei Bands sowie die Jagdhornbläser proben regelmäßig. Jährlich finden 130 Veranstaltungen statt, bei denen die 163 Sitzplätze oft ausverkauft sind. In der Kunsthalle finden jährlich etwa drei Ausstellungen statt. Zurzeit sind Bilder von Prominenten über das Kinderhospizwerk zu sehen. Für kulturelle Projekte des Kulturzentrums stellt die Stadt jährlich 103 000 € zur Verfügung.

Nach der Besichtigung des Kulturzentrums verblieb man bei einem Getränk in der Kneipe, während es draußen regnete. Sodann fuhren die Radwanderer bei überwiegendem Sonnenschein zurück nach Garrel zum Ortsteil Amerika, wo Alwin gr. Hillmann schon die amerikanische Flagge gehisst und mit der Schubkarre Verpflegung herangeschoben hatte.

Text und Fotos: Rolf Tapken

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